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© Julia Großmann
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© Claudia Lother
Mit der Verleihung der Kulturmedaillen sowie des Kulturpreises und der Kulturförderpreise würdigt die Stadt Würzburg Menschen, die das kulturelle Leben der Stadt mit besonderer Leidenschaft und Kreativität prägen. In diesem Jahr wurden Tommi Neubauer, Dr. Suse Schmuck und Jojo Schulz mit Kulturmedaillen geehrt; den Kulturpreis erhielt Frank Zauritz, die Kulturförderpreise gingen an Rahel Behnisch, Robert Schlotter und Janik Söllner.
KULTURMEDAILLEN
© Chris Weiß
Jojo Schulz
Jojo Schulz zählt zu den prägenden Stimmen der Würzburger Kulturszene. Mit beeindruckender persönlicher Initiative hat er die Posthalle zu einem lebendigen Treffpunkt für Konzerte, Partys und vielseitige Kulturformate entwickelt. Besonders am Herzen liegt ihm die Förderung regionaler Künstlerinnen und Künstler, denen er Raum, Sichtbarkeit und Unterstützung bietet. Durch sein unternehmerisches Gespür und seinen kulturellen Weitblick gestaltet Schulz die städtische Kulturlandschaft entscheidend mit und zeigt, wie wichtig persönliches Engagement und Leidenschaft für ein vielfältiges kulturelles Leben sind.
© Julia Großmann
Dr. Suse Schmuck
Ihr Engagement gilt seit vielen Jahrzehnten der Bewahrung und Wertschätzung der Würzburger Baukultur: Architekturhistorikerin Dr. Suse Schmuck machte als ausgewiesene Kennerin der Neuen Sachlichkeit die Bedeutung des „Neuen Bauens“ sichtbar und setzte sich maßgeblich für den Erhalt prägender Gebäude wie der städtischen Mozartschule ein. Durch Veröffentlichungen, Ausstellungen und ihr langjähriges ehrenamtliches Wirken in der Denkmalpflege hat sie das Bewusstsein für die architektonische Identität der Stadt nachhaltig geschärft . Ihr Einsatz bleibt ein unverzichtbarer Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes.
© Michael Pietschmann
Tommi Neubauer
Seit vielen Jahren gehört Tommi Neubauer zu den Menschen, die Jazz in Würzburg sicht- und hörbar machen. Als Initiator von MAINJazz gibt er Musikerinnen und Musikern eine Bühne, bündelt ihre Projekte und lenkt Aufmerksamkeit auf eine Szene, die ohne ihn leiser wäre. Darüber hinaus kuratiert er Programme im Keller Z87, holt spannende Formationen in seine musik-butik in Darstadt und unterstützt die Jazzinitiative Würzburg. Den größten Teil davon leistet er ehrenamtlich. Sein unermüdliches Engagement, sein feines Gespür und seine künstlerische Hingabe verleihen der Jazzkultur der Region Profil und Präsenz.
KULTURPREIS & -FÖRDERPREISE
© Hans Sigl
Frank Zauritz
Barack Obama, Cher, Jack Nicholson: Frank Zauritz hatte sie alle vor der Kamera. Mit seinem unverkennbaren Blick prägt er seit den 90er Jahren die deutsche und internationale Fotografie. Vom Sport- und Pressefotografen avancierte er zu einem Bildkünstler, der Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport mit präzisem Blick und klarer ästhetischer Haltung inszeniert. Seine Arbeiten setzen auf starke Kompositionen und emotionale Tiefe – ein Stil, der ihn zu einem der markantesten Porträtfotografen seiner Generation gemacht hat.
© Lockvogel Fotografie
Rahel Behnisch
Seit 2019 ist Rahel Behnisch als Moderatorin, Schauspielerin und Poetry-Slammerin auf Bühnen und Festivals im ganzen Land präsent. Mit Projekten wie dem Poesiefenster verbindet sie Literatur, Performance und Stadtkultur und eröffnet neue Perspektiven auf Worte und Geschichten. Als Buchbloggerin, Literaturinfluencerin und Autorin gestaltet sie zudem die Würzburger Literaturszene aktiv mit – etwa über ihren Kanal „rabenpoesie“, ihre Buchkolumne auf egoFM und ihre Arbeit als Herausgeberin beim Verlag Lektora.
© FB Kultur, Julia Großmann
Robert Schlotter
Bereits in jungen Jahren überzeugte Robert Schlotter mit außergewöhnlichem Cello-Talent und feinem musikalischem Gespür. Als Schüler des musischen Gymnasiums und der Exzellenzklasse der Hochschule für Musik Würzburg machte er früh auf sich aufmerksam. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen zeugen von seiner künstlerischen Exzellenz. Mit virtuoser Technik und ausdrucksstarker Interpretation begeistert er ein breites Publikum in ganz Deutschland und bereichert regelmäßig das Würzburger Musikleben.
© Leon Söllner
Janik Söllner
Janik Söllner ist freiberuflicher Illustrator und gestaltet regelmäßig Arbeiten für internationale Publikationen wie „The New York Times“ und „ZEIT LEO“. Auch als Kommunikationsdesigner verleiht er verschiedensten Produkten einen unverwechselbaren künstlerischen Glanz. Sein charakteristischer Stil zieht sich durch Auftragsarbeiten ebenso wie durch freie Werke auf Papier, in denen er aktuelle Themen wie den Klimawandel oder gesellschaftliche Entwicklungen aufgreift und kunstvolle Präzision mit inhaltlicher Relevanz verbindet.