In den sanften Hügeln der Toskana, wo Olivenhaine sich an Zypressenreihen schmiegen und das Leben scheinbar von Schönheit geprägt ist, zeigt sich eine andere, traurige Realität: Hunde, die einst zur Jagd eingesetzt wurden, gelten für viele der Halter als reines Werkzeug. Sobald sie alt, verletzt oder nicht mehr „brauchbar“ sind, verlieren sie ihre Daseinsberechtigung. Mit dem „Projekt Jagdhund“ möchte der Würzburger Verein Hundehilfe Toskana e.V. diesen unsichtbaren Tieren eine wichtige Bühne geben.
Immer häufiger erreichen die engagierten Tierschützer*innen vor Ort Anfragen, ob sie nicht noch „einen Hund übernehmen“ könnten – eine Umschreibung für das, was oft die letzte Station vor dem Aussetzen oder gar dem Tod bedeutet. Denn Geduld ist selten vorhanden, wenn jemand seinen Jagdhund „loswerden“ will. Auch wenn sich die Freiwilligen der Hundehilfe mit unermüdlichem Einsatz um Unterbringung, medizinische Versorgung und Rettung bemühen, stoßen sie oft an ihre Kapazitätsgrenzen, so dass Pflege- und Endstellen in Deutschland dringend benötigt werden.
Warum gerade Jagdhunde?
Jagdhunde in der Toskana fristen häufig ein Leben in Dunkelheit, Enge und Vernachlässigung. Sie werden in Verschlägen gehalten, fernab jeder menschlichen Zuwendung – nur geduldet, solange sie leisten. Wer zu alt ist oder sich „verliert“, hat kaum eine Chance. Staatliche Tierheime, sogenannte *Canili*, bieten keinen Ausweg: Für jeden Hund fließen Subventionen – eine Vermittlung ist oft nicht erwünscht.
Die Hundehilfe Toskana will diesem System etwas entgegensetzen. Mit Aufklärung, mit Vernetzung – und mit dem festen Glauben daran, dass jedes Tier ein Zuhause verdient. Der 2019 gegründete Verein setzt sich nicht nur für die Vermittlung dieser Tiere nach Deutschland ein, sondern unterstützt die Tierschützer*innen vor Ort mit Futter, Decken, Medikamenten, Tierarztkosten und beim Aufbau von Auffangstationen. Das Ziel: eine dauerhafte Verbesserung der Lebensbedingungen – vor Ort und im neuen Zuhause.
So kann man den Verein unterstützen
Das Projekt Jagdhund lebt vom Mitgefühl. Vom Hinschauen. Vom Handeln. Wer helfen möchte, hat viele Möglichkeiten:
- PFELGESTELLE Das Sprungbrett zum neuen Leben. Der Hund auf Pflegestelle ist weiterhin als „unvermittelt“ auf der Hundehilfe Toskana Website zu finden und zwar unter der Rubrik „Hunde in Deutschland“. Man kann sich natürlich jederzeit dafür entscheiden, seinen Schützling zu adoptieren.
- ADOPTION Wer einem Hund ein neues Zuhause schenken möchte, kann sich über die Webseite die Tiere anschauen, die aktuell zur Vermittlung stehen. Neben den Hunden in Italien gibt es auch welche, die bereits auf einer Pflegestelle in Deutschland kennengelernt werden können.
- SPENDEN Als gemeinnützige Organisation lebt der Verein von viel ehrenamtlichem Engagement und finanziert sich ausschließlich über Spenden und Schutzgebühren.
Hundehilfe Toskana e.V. Sparkasse Mainfranken Würzburg,
IBAN: DE36 7905 0000 0048 8875 90, BIC: BYLADEM1SWU
- Auch Futter- und weitere Sachspenden sind willkommen – mehr Infos dazu findet man immer wieder auf den Social Media Kanälen des Vereins oder man schreibt einfach eine Mail (Adresse s. unten).
- PATENSCHAFT Eine Patenschaft ist perfekt für alle, die den Verein unterstützen möchten, aber wenig Zeit oder keine Möglichkeit haben einen (weiteren) Hund zu adoptieren. Über die Webseite sucht man einen Hund aus, legt die Höhe und zeitlichen Abstände für die finanzielle Unterstützung fest und unterstützt so den Schützling regelmäßig mit allem Notwendigen. Im Gegenzug erhält man Fotos und aktuelle Infos über den Hund, dessen Pate/Patin man geworden ist.
Hundehilfe Toskana e.V.
Pilziggrundstraße 85 97076 Würzburg info@hundehilfe-toskana.de