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Pflege ist ein Beruf, der Verlässlichkeit braucht und gleichzeitig Arbeitsbedingungen, die zum Leben der Menschen passen. Genau hier setzt der Flexpool FLEX4UKW des Universitätsklinikums Würzburg an. Rund 180 Pflegekräfte arbeiten in unterschiedlichen Bereichen des Hauses, fangen personelle Engpässe auf und entlasten die festen Teams. Gleichzeitig lernen sie verschiedene Fachgebiete kennen und können ihren Arbeitsalltag selbstbestimmter gestalten. Für manche führt der Weg dabei in den passenden Fachbereich, andere schätzen die Abwechslung und bleiben bewusst im Flexpool.
Wer auf einer Station arbeitet, weiß: Fällt kurzfristig jemand aus, muss die Lücke geschlossen werden. Nicht selten bedeutet das, dass Kolleginnen und Kollegen aus ihrem Frei einspringen. Der Flexpool setzt genau hier an. Seine Mitarbeitenden kommen dort zum Einsatz, wo gerade Unterstützung benötigt wird, bei kurzfristigen wie bei längerfristigen Ausfällen. Für die festen Teams bedeutet das weniger spontane Zusatzdienste und mehr Verlässlichkeit bei der Dienstplanung.
Rund 180 Pflegekräfte arbeiten inzwischen in Voll- und Teilzeit im FLEX4UKW. Gemeinsam übernehmen sie pro Monat mehr als 1.500 Schichten. Damit ist der Flexpool längst fester Bestandteil des Ausfallmanagements am Klinikum und gleichzeitig Teil einer Arbeitsmarktstrategie, die auf die Veränderungen im Pflegebereich reagiert. Gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel und die ausscheidende Babyboomer-Generation wird es wichtiger, Pflegekräfte zu gewinnen, ihnen attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten und sie langfristig zu binden.
Der wechselnde Einsatz hat dabei einen besonderen Vorteil: Der Flexpool wird für viele Pflegekräfte zur beruflichen Orientierung. Gerade nach der Ausbildung ist oft noch nicht klar, welches Fachgebiet und welche Station am besten passen. Im Flexpool lassen sich verschiedene Bereiche kennenlernen – und damit auch die eigenen Interessen und Stärken. Allein bis Juli dieses Jahres haben bereits 25 Mitarbeitende dauerhaft auf eine Station gewechselt. Einer von ihnen ist Moritz Herget, der nach seiner Ausbildung in einem Pflegeheim zunächst im Flexpool startete, um unterschiedliche Fachbereiche kennenzulernen.
Nach sechs Monaten kam er auf die heutige Station M42, wo er sich bereits während der Einarbeitung gut aufgenommen fühlte und gleichzeitig sein Interesse für die Onkologie entdeckte. Heute arbeitet er fest auf der Station. Dass aus einem Einsatz im Flexpool auch dauerhafte Verbindungen entstehen können, zeigt sich nicht nur an solchen Wechseln. Die Flexkräfte werden von Beginn an als Teil des Teams eingebunden, sodass aus dem anfänglichen Kennenlernen nicht selten neue Kolleginnen und Kollegen für die Station werden. Und aus beruflicher Orientierung langfristige Mitarbeiterbindung.
Doch nicht alle suchen eine feste Station. Manche entscheiden sich bewusst für den Flexpool, schätzen die unterschiedlichen Einsatzorte und Teams. Gerade für jüngere Pflegekräfte kann diese Form des Arbeitens attraktiv sein, weil sie Abwechslung mit mehr Selbstbestimmung verbindet. So erfüllt FLEX4UKW mehrere Aufgaben zugleich: Er fängt personelle Engpässe auf, entlastet die Stammteams und schafft ein Arbeitsangebot, das unterschiedliche Lebenssituationen und berufliche Vorstellungen berücksichtigt. Gleichzeitig bietet die große Bandbreite der universitären Pflege die Möglichkeit, verschiedene Bereiche kennenzulernen. Damit verbindet der Flexpool die Bedürfnisse der Beschäftigten mit denen des Klinikums – und kann für manche den Weg zum passenden Arbeitsplatz ebnen.
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„Mittlerweile zeigt sich immer mehr, dass der Flexpool einen wichtigen Beitrag zur Kompensation des Fachkräftemangels in der Pflege am Universitätsklinikum Würzburg leistet.“
Marcus Huppertz, Pflegedirektor
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„Für viele Pflegekräfte ist die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit flexibel zu gestalten und Beruf sowie Privatleben besser miteinander zu vereinbaren, ein Grund, sich für den Flexpool zu entscheiden.“
Saskia Schuster, Leitung FLEX4UKW
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„Durch FLEX müssen wir seltener aus unserer Freizeit einspringen, da uns die Mitarbeitenden aus dem Flexteam bei personellen Ausfällen den Rücken freihalten. Das entlastet das Team und sorgt für mehr Erholung und Zufriedenheit.“
Marie-Theres Haller, stellvertr. Leitung Medizin 2 – M42
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„Ich war noch in der Einarbeitung von FLEX, als ich auf meine jetzige Station kam. Dort habe ich mich direkt willkommen und zu Hause gefühlt und mich von Anfang an mit dem ganzen Team sehr gut verstanden.“
Moritz Herget, ehem. Flexmitarbeiter, jetzt auf M42