Kann Schönheit die Welt retten? Das Mozartfest sucht im Jahr 2026 Antworten jenseits von modernem Optimierungsdrang. Frei nach Ferruccio Busoni ist Mozart hier kein Geist der Vergangenheit, sondern eine höchst lebendige, moralische Instanz für das Humane. Viereinhalb Wochen lang eröffnen rund 90 Konzerte sinnliche Erkundungsräume. Die Gäste dürfen sich u. a. auf diese Veranstaltungen freuen.
© Fabian Gebert
Sa., 30.5., 12 Uhr, Innenstadt: Mozarttag
Am Mozarttag erfüllen zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, Ensembles und Chöre aus der Region Plätze, Höfe, Kirchen und Kaufhäuser mit Musik. Zwischen Rathaus, Dom und Residenz laden vielseitige Kurzkonzerte dazu ein, Mozart abseits des Konzertsaals zu entdecken – mal klassisch, mal überraschend, aber immer mit viel Wolfgang Amadé. Den Abschluss bildet das gemeinsame Musizieren im Rathaus-Innenhof, bei dem das Publikum selbst Teil des Willkommensgrußes für den Festivalpatron wird. Das gesamte Programm ist kostenfrei zugänglich.
© Navina Neuschl navinafotografiert
Do., 4.6., 19.30 Uhr, VCC: Stegreif – escape valse
Das Ensemble Stegreif fegt den Staub von den Notenständern und verwandelt mit „escape valse – Ein getanztes Konzert“ Maurice Ravels „La Valse“ in einen berauschenden Hybrid aus Klang und Körperlichkeit. Es ist kein Konzert im klassischen Sinne, sondern eine choreografische Expedition, bei der die Musikerinnen und Musiker eins mit dem Tanz werden. Zwischen Ekstase, Unsicherheit und Gemeinschaft entsteht gemeinsam mit Tänzerinnen und Tänzern ein dreidimensionales Hörerlebnis. Klassische Motive reiben sich an Jazz-Improvisationen, elektronischen Beats und Pop-Elementen. Das Publikum sitzt hier nicht nur davor, sondern steht mittendrin in diesem vielschichtigen Sog aus Rhythmus und Bewegung.
© Dita Vollmund
So., 21.6., 17 Uhr, verschiedene Orte: Eine große Stadtmusik
Dass Musik nicht immer eine große Bühne braucht, zeigte „Die große Stadtmusik“ beim vergangenen Mozartfest. Erstmals waren die Würzburgerinnen und Würzburger eingeladen, ihre Häuser und Wohnungen für alle zu öffnen, die Lust auf Musik haben. Jetzt geht das Format in eine neue Runde. Besondere Voraussetzungen gibt’s nicht – außer Gastfreundschaft, Offenheit und Spaß an der Musik. Egal, ob man selbst spielen oder einfach nur zuhören will: alles darf, alles geht. Wer sein Zuhause zur Bühne machen möchte, kann sich über die Webseite anmelden.