Chuck Ragan hat den Punk in seiner DNA – als Stimme von Hot Water Music prägt er seit 30 Jahren eine ganze Szene. Doch wer ihn nur darauf reduziert, unterschätzt seine Vielschichtigkeit: „Love And Lore“, seine erste Soloplatte seit einem Jahrzehnt, bricht endgültig mit engen Genre-Schubladen. Folk, Country-Rock, Punk – Ragan zieht alles in seine Welt, getragen von einer Stimme, die rau bleibt, aber neue Nuancen zulässt.
Entstanden nach pandemiebedingten Rückschlägen und persönlichen Belastungsproben, klingt das Album wie ein Befreiungsschlag. Songs wie „Echo The Halls“ oder „Winter“ atmen Zeitlosigkeit, während „Wild In Our Ways“ die Rockkante schärft . Am 3. Dezember kann man Ragan im Rahmen seiner „Glühwein Tour“ in der Würzburger Johanniskirche live erleben – ein Konzert, das durch die Nähe zum Publikum genau jene Intensität entfalten dürft e, die seine Songs zu mehr macht als Musik: zu geteilten Lebensgeschichten.