© Sylvain Gripoix
Wenn Airelle Besson, Sebastian Sternal und Jonas Burgwinkel gemeinsam eine Bühne betreten, entsteht Musik aus dem Moment – aufmerksam, beweglich und offen für überraschende Richtungen. In der TauberPhilharmonie begegnen sich drei Ausnahmetalente des europäischen Jazz, deren Zusammenspiel von Neugier, melodischen Finessen, grenzenloser Improvisationskultur und, vor allem, von gegenseitigem Zuhören lebt.
Bereits das erste gemeinsame Konzert vor über zehn Jahren entwickelte eine besondere Spannung, und so verwundert es nicht, dass Publikum und Fachpresse begeistert reagierten. Auch die Musikerinnen und Musiker selbst spürten, dass hier eine einzigartige Konstellation entstanden war. Dennoch ließ das gemeinsame Album länger auf sich warten. Erst kürzlich erschien mit „Surprise!“ das Debüt des Trios – eines, das nicht nur auf technische Finesse, sondern auf spontane Interaktion und emotionale Tiefe setzt. Im Zentrum dieser Musik steht der Austausch. Bessons klarer, kraftvoller Trompetenton trifft auf Sternals nuancenreiches Klavierspiel und Burgwinkels präzises Schlagzeug. Aufmerksam spielen sie aufeinander zu, greifen musikalische Ideen auf und entwickeln sie gemeinsam weiter.
Airelle Besson gehört seit Jahren zu den prägenden Stimmen des europäischen Jazz. Die französische Trompeterin verbindet Klarheit im Ton mit einer ausgeprägten melodischen Sensibilität. Ausgebildet am Pariser Konservatorium, nennt sie Johann Sebastian Bach ebenso als Einfluss wie Keith Jarrett. Auszeichnungen wie der Prix Django Reinhardt der Académie du Jazz und ein Preis bei den Victoires du Jazz unterstreichen ihren Rang. Auch Sebastian Sternal zählt zu den profilierten Pianisten der deutschen Szene. Der mehrfach mit dem Echo Jazz ausgezeichnete Musiker kann auf zahlreiche Rundfunkproduktionen und CD-Veröffentlichungen zurückblicken und lehrt als Professor für Jazz-Klavier und -Ensemble an der Hochschule für Musik Mainz.
Jonas Burgwinkel wiederum ist für seine einzigartige Spielweise bekannt. Innovativ lässt er klassischen Jazz mit avantgardistischer Improvisation verschmelzen. Sein Spiel führte ihn zu Kooperationen mit Größen wie John Scofield, Chris Potter, Dave Liebman, Lee Konitz oder John Taylor. Wenn Besson, Sternal und Burgwinkel zusammentreffen, darf sich das Publikum auf einen Abend freuen, der prall gefüllt ist mit Spannung, ungeahnten Wendungen und mitreißenden Emotionen. Ein musikalischer Austausch dreier Protagonisten zur Primetime – und ein Jazzhöhepunkt in der TauberPhilharmonie.
Tickets sind über die untenstehende Webseite erhältlich.