© Kathrin Königl
Was als Experiment begann, ist heute eine feste Plattform in der Region: die Zukunftswoche Mainfranken. Sie macht Engagement sichtbar, bringt Menschen zusammen und zeigt, wie viele Ideen für eine nachhaltige Zukunft bereits existieren. Im Interview spricht Jürgen Schmidt über die Anfänge, gewachsene Netzwerke und die Kraft des gemeinsamen Engagements.
Was hat Sie bewogen, die Zukunftswoche ins Leben zu rufen und wie ist aus der Idee eine gemeinnützige Initiative geworden?
Das Team der memo Stiftung wollte den Stiftungsauftrag „Menschen vom Wissen zum Tun bringen“ – also echte Verhaltensänderungen anzustoßen – ganz praktisch umsetzen. Inspiriert hat uns besonders die gewaltige Welle, die „Fridays for Future“ ausgelöst hat: zu sehen, dass es Menschen viel leichter fällt, sich als Teil einer kraftvollen Bewegung zu engagieren. Darum haben wir mit der Zukunftswoche eine Aktions-Plattform für Mainfranken geschaffen: Wir wollten die Vielfältigkeit des Engagements für eine lebenswerte Zukunft in der eigenen Region sichtbar machen und Menschen gewinnen, mitzumachen!
Wenn Sie auf die ersten fünf Jahre zurückblicken: Wo sehen Sie die größten Entwicklungen und Erfolge?
Es ist schön zu sehen, dass aus einem hoffnungsvollen Experiment eine feste regionale Plattform geworden ist. Zukunftsfähige Ideen und Konzepte entstehen, aber auch die Naturschätze der Region werden konkret erlebbar. Das bringt Akteure aus allen Bereichen der Gesellschaft zusammen und neue Menschen hinzu. Über die Jahre ist unser Netzwerk gewachsen und immer belastbarer geworden. Mich motiviert, dass alle relevanten Akteure die Zukunftswoche tatkräftig unterstützen: Kommunen, Wirtschaft, Bildungseinrichtungen, Vereine, Initiativen und Privatpersonen.
Die Zukunftswoche lebt von engagierten Menschen. Wer steht hinter den Kulissen und wie gelingt die Balance aus Kontinuität und neuen Impulsen?
Ein Großteil der Arbeit fällt in den Monaten direkt vor der Zukunftswoche an, daher arbeitet das Veranstaltungs-Team freiberuflich. Weil sich berufliche Rahmenbedingungen und verfügbare Kapazitäten ändern, gab es immer Veränderungen im Team. Das hat uns neue Impulse gebracht. Die ehemaligen Teammitglieder sind der Zukunftswoche verbunden geblieben und unterstützen sie auch mal im Hintergrund. Für die Kontinuität sorgen aber vor allem unsere Event-Partner, von denen viele schon seit dem ersten Jahr dabei sind. Ihnen verdanken wir, dass bestimmte Event-Kategorien wie z.B. Naturerlebnisse immer ein fester Bestandteil sind.
Welche Erfahrungen der letzten Jahre bestärken Sie immer wieder darin, die Zukunftswoche weiterzuführen?
Dass Menschen miteinander in Kontakt kommen, Vorurteile abgebaut werden und miteinander statt übereinander geredet wird. Dass unterschiedliche Perspektiven eingebracht werden und neue Lösungen entstehen. Natürlich nehme ich selbst bei so vielen Events wie möglich teil. Dabei habe ich nicht nur außergewöhnliche Menschen aus der Region kennen und schätzen gelernt, sondern auch viele neue Freunde gefunden.
Die fünfte Zukunftswoche findet vom 25. April bis zum 3. Mai 2026 statt.
www.zukunftswoche-mainfranken.de
Einige Highlights der Zukunftswoche 2026
Impuls-Vorträge der Zukunftsgenossenschaft
Filiale FORUM der VR-Bank, Mo., 27.4., 18 Uhr
Vortrag „Wie bewegt sich Gesellschaft?"
Mobilitätsforscher Prof. Dr. Andreas Knie, Museum MiK, Di., 28.4., 19 Uhr
Ökologischer Bildungsgarten - Erdkinderplan der Montessori-Schule
Margetshöchheim, Mi., 29.4., 9-12:30 Uhr + Do., 30.4., 9-16 Uhr
Kidical Mass - kinderfreundliche Fahrraddemo für Verkehrssicherheit
QR-Code-Platz, So., 3.5., 12 Uhr
Mitmach-Ausstellung „Geht Grad° so?"
Museum für Franken, täglich außer montags, 11-17 Uhr
Infos und Anmeldung:
zukunftswoche-mainfranken.de/programm-2026/