Nach fast zehn Jahren kehrte Ole Linseisen zu den FC Würzburger Kickers zurück – zurück zu seinen Wurzeln und seiner Heimatstadt. In verschiedenen Aufgabenbereichen, von Spieltags- und Ticketingleitung bis zum Sponsoring, gestaltet er den Vereinsalltag wieder aktiv mit. Im Interview spricht er über seine Rückkehr, die Herausforderungen seines Jobs und seine Ziele für sich und den Verein.
Du bist in unterschiedlichen Aufgabenfeldern bei den Kickers involviert. Welche Verantwortlichkeiten umfasst Dein Tätigkeitsbereich?
Ich bin aktuell Spieltagsleiter, Ticketingleiter und einer der Ansprechpartner im Bereich Sponsoring der FC Würzburger Kickers. Als Spieltagsleiter begleite ich vor allem die Sicherheits-Thematiken im Stadion. Als Ticketingleiter bin ich z.B. für Dauerkarten oder Ticket-Aktionen verantwortlich. Im Bereich Sponsoring übernehme ich die Akquise und die Betreuung im organisatorischen Bereich.
Was sind die größten Herausforderungen in Deinem Aufgabenfeld – sei es organisatorisch, sportlich oder auch im Umgang mit den Fans?
Der sportliche Bereich beeinflusst alles. Wenn es läuft, dann ist auch alles drumherum oftmals super. Wenn es sportlich nicht läuft , werden auch viele organisatorische Punkte kritisch angesprochen. Zum Spieltag selbst: Hier gibt es zwar gleiche Abläufe, aber jeder Spieltag bringt andere Thematiken mit sich, die meist kurzfristig auft reten. Das macht den Job zwar manchmal chaotisch, aber auch abwechslungsreich.
Als gebürtiger Würzburger – wie würdest Du Deinen persönlichen Bezug zum Verein damals im Vergleich zu heute beschreiben?
Ich bin in Heidingsfeld geboren und aufgewachsen und damit lag der Verein direkt vor meiner Haustüre. Die Zeit, in der man auf Profifußball umgestellt hat, habe ich mit gemischten Gefühlen wahrgenommen. Zum einen freute ich mich, dass man das Projekt „Profifußball“ in Würzburg umsetzen wollte, zum anderen fehlte mir aber ein langfristiger Plan zur Identifikation dahinter. Mein Einstieg bei den Kickers war auch davon geprägt, dass ich darin die Chance sah, meiner Heimatstadt etwas zurückzugeben und dabei helfen wollte, die Würzburger Kickers zu einem Verein werden zu lassen, mit dem man sich als Würzburger und Würzburgerin zu 100 Prozent identifizieren kann.
Nach fast zehn Jahren außer Haus: Was hat Dich bewogen, zurückzukommen und beim Verein in Deiner Heimatstadt wieder einsteigen zu wollen?
Der Bezug zu Würzburg war durch meine Familie und Freunde nie komplett weg. Ich hatte keinen direkten Plan, zurückzukehren, aber als dann das Angebot kam, hat es sich einfach richtig angefühlt. Durch meine Bemühungen war es mir immer wichtig, meiner Heimatstadt etwas zurückgeben zu wollen und dafür auch einzustehen. Würzburg ist für mich eine offene, kulturreiche und lebenswerte Stadt – da möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass das so bleibt.
Welche Ziele und Vorstellungen hast Du für die Zukunft, sowohl in Bezug auf den Verein als auch für Dich persönlich?
Dem Verein wünsche ich, dass er sich weiterhin sportlich erfolgreich entwickelt, sich im Profisport etabliert und wir durch unsere Werte, die wir vorleben, einen Verein entwickeln, auf den man, als Würzburger und Würzburgerin, stolz sein kann. Für mich persönlich hoffe ich, dass ich mit meinen Ideen und Vorstellungen zu dieser positiven Entwicklung beitragen kann und dass wir gemeinsam für Würzburg sportlich etwas bewegen.