© Thomas Stadler
Am 21. Mai geht die Würzburger Lesebühne Großraumdichten & Kleinstadtgeschichten in eine neue Runde. Seit 2014 präsentieren die Autorinnen Pauline Füg und Ulrike Schäfer, beide Kulturförderpreisträgerinnen der Stadt Würzburg, zusammen mit dem Bühnenpoeten Tobias Heyel ihre Werke und laden wechselnde Gäste aus der Region und dem gesamten deutschsprachigen Raum ein. In der nächsten Ausgabe werden Autor Moritz Heger und Singer-Songwriterin Shaeqi erwartet.
Pauline Füg, Ulrike Schäfer und Tobias Heyel
Seit fast zwei Jahrzehnten loten Pauline Füg und Tobias Heyel als „großraumdichten“ die Möglichkeiten gesprochener Poesie aus: im Duett, rhythmisch verschränkt, mal punktgenau synchron, mal bewusst gegeneinander verschoben. Ihre Texte tasten sich mit viel Wortwitz an gesellschaftliche Ränder heran und stellen beiläufig große Fragen. Ulrike Schäfers Erzählungen und Bühnenstücke wurden u. a. mit dem Würth-Literaturpreis, dem Leonhard-Frank-Preis und dem Kulturförderpreis der Stadt Würzburg ausgezeichnet. Großraumdichten & Kleinstadtgeschichten verbindet Bühnen-Poesie mit Neonlyrik. Poetische und satirische Kurzgeschichten mit Spoken-Word-Texten und anderen Künsten. Ziel ist es, ein breites Publikum für die künstlerische Vielfalt zu begeistern.
© Maurice Haas, diogenes verlag
Literarischer Gast: Moritz Heger
Im Frühjahr ist der Stuttgarter Autor Moritz Heger zu Gast bei der Würzburger Lesebühne. Der Schriftsteller studierte in Mainz Germanistik, Theaterwissenschaft, Evangelische Theologie und Pädagogik und arbeitet heute auch als Gymnasiallehrer und im Jugendtheater. Heger schreibt Prosa, Lyrik und Theaterstücke. Seine Texte wurden mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Literatur-Förderpreis der Stadt Mainz und dem MDR-Literaturpreis. 2008 veröffentlichte er seinen Roman „In den Schnee“. 2021 folgte „Aus der Mitte des Sees“ und drei Jahre später „Die Zeit der Zikaden“. Moritz Heger ist in mehreren Diogenes-Anthologien vertreten.
© Mathilda Noelia
Musikalischer Gast: Shaeqi
Singer-Songwriterin Shaeqi bereichert die nächste Ausgabe von „Großraumdichten & Kleinstadtgeschichten“ musikalisch. In ihren Songs verschiebt sie, was schmerzt, in eine leichtere Form und nimmt den Schrecken: Unruhige Gedanken verlieren an Schwere, werden sortiert, abgelegt, oft erst im Nachhinein greifbar. So gelingt ihr ein lyrischer Spagat zwischen kryptischen Details und vertrauter Nähe. Getragen von sphärischen open tunings und ruhigem Fingerpicking entfalten die Stücke eine stille Sogkraft und wirken, als würden sie sich langsam in eine klare Sommernacht hinauslösen.
Tickets: Kunsthaus Michel (www.kunsthaus-michel.de). Reservierung: Tel.: (0931) 13908, E-Mail: gerd.michel@kunsthaus-michel.de, www.grossraum-kleinstadt.de