Ute Rakob sammelt, was andere übersehen – Bruchstücke oder Reste – und macht daraus stille, eindringliche Kunst. Bis zum 14. September zeigt das Museum am Dom unter dem Titel „Spuren der Zeit“ 37 Werke der Künstlerin, die sie der Stiftung Kunstsammlung der Diözese schenkte. Rakobs Bilder entstehen im künstlerischen Abbilden von Fundstücken aus Holz, Stoffen, Glas, Keramik oder Metall - Materialien, die von der Zeit gezeichnet sind.
In ihrer sensiblen Malerei werden sie zu Symbolen für Verletzlichkeit, Vergänglichkeit, Zerfall und die Spuren menschlicher Existenz. Zugleich bewahrt sie in ihnen eine eigentümliche Schönheit, einen Hauch von Transzendenz. Werke wie der „Tieraltar“ und das neue Bild „Die große Fülle“ stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Ein begleitendes Video zu ihrem zentralen Werk „Die große Wunde“, das erstmals öffentlich zu sehen ist, gibt Einblick in Rakobs künstlerisches Schaffen.