Wer zeitgenössische Kunst nicht nur betrachten, sondern in ihrer Entstehung erleben möchte, sollte sich den 11. und 12. Oktober vormerken. Dann öffnen in Würzburg und Umgebung zahlreiche Künstlerinnen und Künstler ihre Türen – und damit auch den Blick auf das, was sonst verborgen bleibt: den Arbeitsplatz, den Geruch von Farbe, die unfertigen Skizzen am Rand, den Dialog zwischen Idee und Material.
Die Tage des offenen Ateliers haben sich in den letzten Jahren zu einem festen Termin im städtischen Kulturkalender entwickelt. Das Format lebt von der Nähe: Besucherinnen und Besucher treten direkt in Kontakt mit Kunstschaffenden jeglicher Sparten. Es geht nicht nur um fertige Werke, sondern um Denkprozesse, Zweifel, Umwege und die ganz persönlichen Arbeitsweisen, die am Ende in Kunst münden.
Einen Vorgeschmack liefert wie gewohnt die Begleitausstellung, die diesmal vom 12. bis 13. Oktober im Generatorenhaus auf dem Bürgerbräugelände zu sehen ist. Dort werden aktuelle Arbeiten aller teilnehmenden Kunstschaffenden versammelt, ergänzt durch kreative Workshops und Führungen für Kinder, Erwachsene und Senioren - von Legodruck über „Dance & Draw“ bis hin zu Lesungen. Diese Ausstellung ist mehr als eine Übersichtsschau: Sie bildet den Auftakt, lädt zur Orientierung ein und macht Lust auf den direkten Atelierbesuch.
Gerade dieser Wechsel zwischen Überblick und individueller Begegnung macht den Reiz des Kunstwochenendes aus. Wer durch die Stadt zieht, entdeckt die beeindruckende Vielfalt der regionalen Szene: von etablierten Positionen bis zu jungen Stimmen, von klassischer Malerei bis zu experimentellen Medien. Kunst wird hier nicht in musealen Räumen präsentiert, sondern dort, wo sie entsteht – zwischen Farbtuben, Werkzeugen und Skizzenblättern.
Nähere Informationen zu den teilnehmenden Kunstschaffenden, den Öffnungszeiten und dem Rahmenprogramm findet man auf der Webseite.