© Luis Vargas Santa Cruz
Sisyphus galt in der griechischen Mythologie als listig und überheblich. Mehrfach täuschte er die Götter und verriet Zeus’ Geheimnisse. Für seine Frevel wurde er hart bestraft: Im Totenreich muss Sisyphus einen riesigen Felsblock einen steilen Berg hinaufwälzen. Doch kurz vor dem Gipfel entgleitet ihm der Stein jedes Mal und rollt ins Tal zurück. So ist er gezwungen, seine sinnlose Arbeit für alle Ewigkeit zu wiederholen – ein Symbol für die Absurdität menschlicher Mühe und ein Stoff, den Albert Camus später zum Sinnbild seines Existenzialismus machte.
Inspiriert von Camus' Theorie des Absurden, lädt Luis Vargas Santa Cruz’ Ausstellung dazu ein, den Mythos des Sisyphos auf intensive Weise zu erfahren. Sie erkundet nicht nur die physische und emotionale Last seiner ewigen Strafe, sondern wirft zugleich einen existenziellen Blick auf die Frage nach Sinn und Sinnlosigkeit des Lebens.