© Schobel Ressl
Arbeit, Verpflichtungen, Termine und die vielen kleinen Dinge, die erledigt werden müssen: Der Alltag ist gefüllt mit Aufgaben, die sich mit der Zeit zu einem kaum überschaubaren Berg summieren können. Vieles davon geschieht ganz selbstverständlich und wird gerade deshalb kaum noch bewusst wahrgenommen. Paul Reßl und Lina Schobel nehmen diese alltägliche Erfahrung zum Ausgangspunkt ihrer Ausstellung.
Der Titel „Das ist Wasser“ bezieht sich auf David Foster Wallaces gleichnamige Abschlussrede, deren zentrale Metapher die Selbstverständlichkeit des unmittelbar Erlebten beschreibt: Wie die Fische im Wasser bewegen wir uns in einer Umgebung, die uns so vertraut ist, dass wir sie kaum noch wahrnehmen. Erst wenn wir innehalten, wird sichtbar, was sonst im Hintergrund bleibt. Paul Reßl und Lina Schobel richten den Blick auf die Arbeit und die Aufgaben, die im Leben jedes Einzelnen anfallen – und auf deren schiere Menge.
Für die Ausstellung entwickeln die beiden eine Installation aus genähten, skulpturalen Objekten. Die einzelnen Arbeiten versammeln sich zu einem Bild des alltäglichen Pensums, mit dem wir uns beschäftigen und das unseren Tagesablauf bestimmt. Reßl und Schobel arbeiten dabei an der Schnittstelle von persönlichen, gesellschaftlichen und existenziellen Themen. Ihre Ausstellungen und Konzepte entstehen jeweils speziell für den Raum, in dem sie gezeigt werden.
Paul Reßl und Lina Schobel, beide Jahrgang 1992, studierten zunächst Kommunikationsdesign an der Hochschule Augsburg und anschließend Bildende Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Seit mehreren Jahren arbeiten sie als Künstlerduo zusammen. Ihre gemeinsamen Ausstellungen führten sie unter anderem nach Regensburg, Landshut, Cuxhaven und Halle an der Saale. Für ihre künstlerische Arbeit erhielten sie mehrere Stipendien und Projektförderungen.