© Katja Tschirwitz
In ihrem neuen Fotoprojekt stellt die Kuratorin und Kulturjournalistin Katja Tschirwitz die eigentlich ganz alltägliche urbane Architektur Würzburgs aus einem neuen Blickwinkel dar. Mit der Kamera ihrer verstorbenen Mutter begann das Experiment der Zweifach-Fotografien, bei dem sie die teils schon vergessene Ästhetik von alten Wohnblöcken, Gewerbegebieten oder Gemeinden aus dem Umland festhält.
Mit einem besonders ausgeprägten Auge fürs Detail fotografiert sie die Schönheit der unspektakulärsten Ecken Würzburgs, um sie dann wieder als Ganzes zusammenzusetzen. Dabei gelingt es ihr, aus bereits in die Jahre gekommenen Industriegebäuden etwas Poetisches entstehen zu lassen. „Wellblechdach und Waschbeton“ macht deutlich, dass Architektur weder prachtvoll noch modern sein muss, um zu berühren, und dass sich Würzburgliebe oft erst auf den zweiten Blick entfaltet.