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© Elisa Hill
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Das ehemalige US-Militärgelände „Leighton Barracks“ hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Wo sich heute der Stadtteil Hubland mit zahlreichen Neubauten und dem Park der Landesgartenschau von 2018 erstreckt, prägten über 60 Jahre lang amerikanische Soldatinnen und Soldaten das Stadtbild Würzburgs. Doch welche persönlichen Geschichten sind mit diesem Ort verbunden und was ist von ihnen geblieben?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Ausstellung „BLIND SPOT“ von Elisa Hill. Die Bachelorarbeit der Absolventin der Fakultät Gestaltung Würzburg widmet sich den biografischen Erinnerungen von drei Frauen aus drei Generationen. Ihre Lebensgeschichten sind auf unterschiedliche Weise mit den Leighton Barracks und der amerikanischen Militärbasis verwoben. Gemeinsam zeichnen sie ein vielschichtiges Bild eines Ortes, an dem deutsche und amerikanische Geschichte, private Erinnerungen und gesellschaftliche Veränderungen aufeinandertreffen.
Im Zentrum stehen dabei nicht die großen historischen Ereignisse, sondern persönliche Erfahrungen: Begegnungen, familiäre Verbindungen und Erinnerungen, die in offiziellen Darstellungen häufig unsichtbar bleiben. Elisa Hill führt diese individuellen Perspektiven mit historischem Archivmaterial aus dem Stadtarchiv Würzburg zusammen. So entsteht eine fotografische Spurensuche, die sich nicht nur mit der Vergangenheit beschäftigt, sondern auch damit, wie Geschichte weitergegeben wird und welche Erzählungen verloren gehen, wenn niemand sie dokumentiert.
„BLIND SPOT“ macht sichtbar, dass hinter Orten mehr steckt als Gebäude, Straßen oder Flächen. Sie tragen Erinnerungen in sich und verändern ihre Bedeutung mit den Menschen, die dort leben und gelebt haben. Besonders das Hubland zeigt, wie schnell ein vertrauter Ort ein neues Gesicht erhalten kann. Die Ausstellung lädt deshalb dazu ein, hinter die heutige Fassade des Stadtteils zu blicken und ein Stück der Würzburger Stadtgeschichte aus der Perspektive von drei Frauen aus drei Generationen kennenzulernen.
Zu sehen ist „BLIND SPOT“ noch bis zum 23. September, Mo.–Do., 8–16 Uhr, im Stadtarchiv in der Neubaustraße 12. Der Eintritt ist frei.
Instagram: @design.elisahill