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Veit Relin ist vielen vor allem als Schauspieler und langjähriger Leiter des Torturmtheaters Sommerhausen bekannt. Der 2013 verstorbene Künstler widmete sich daneben intensiv der Malerei und Zeichnung – eine Seite seines Schaffens, die heute weit weniger präsent ist. Anlässlich seines 100. Geburtstags zeigt die Ausstellung im Spitäle Arbeiten und Dokumente aus den verschiedenen Stationen seines künstlerischen Lebens.
Die Struktur der Ausstellung folgt den kreativen Lebenslinien Relins. Den Auftakt bilden Dokumente seiner frühen Theaterjahre: Rollenfotos, Kostüme und Textbücher zeugen von der Präsenz des jungen Schauspielers. Einen biografischen wie künstlerischen Schwerpunkt bildet sein Wirken in Franken. Relin übernahm 1976 das Torturmtheater in Sommerhausen und machte aus der vielleicht kleinsten Bühne Deutschlands einen weit überregional bekannten Ort für Ur- und Erstaufführungen des zeitgenössischen Theaters.
Das Torturmtheater, seine Aufführungen sowie der Ort Sommerhausen werden in einem umfangreichen Kapitel mit Originalen lebendig. Wie fließend die Grenzen zwischen Bühne und Atelier waren, zeigt die Präsentation seiner heute nahezu unbekannten Malerei aus den 50er- und 60er-Jahren. Ergänzt durch historische Plakate wird hier sein frühes Talent als Maler sichtbar.
Da Relin zeit seines Lebens ein inspirierter Aktzeichner war, nehmen zudem ausgewählte Exponate aus diesem Genre einen wichtigen Raum ein. Besonders intim wirken die ausgestellten Porträts von Menschen, die ihm nahestanden – darunter Oskar Kokoschka, Joachim Schlotterbeck und Joseph Versl, von dem ein unveröffentlichtes Doppelporträt zu sehen ist. Ergänzt wird die Ausstellung um Naturstudien und einen Expeditionsfilm aus der kenianischen Masai Mara von 1989.
Die Vernissage findet am 18. September um 19 Uhr statt. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog.