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Mit dem „Yetenbi“ bekommt Würzburg erstmals ein Restaurant, das sich vollständig der äthiopischen Küche widmet. In den ehemaligen Räumen des „Kulan Somali Food“ in der Theaterstraße 6 servieren Sosina Kebede und Benyam Meheret seit dem 2. Mai Spezialitäten aus Ostafrika – darunter würzige Wot-Eintöpfe, hausgemachtes Injera und traditionelle Kaffeezubereitungen.
Die Entscheidung, ein eigenes Restaurant zu eröffnen, fiel recht spontan. Erst vor wenigen Wochen ergab sich die Möglichkeit, die Fläche in der Innenstadt zu übernehmen. Seitdem wurde umgebaut, organisiert, geplant und gekocht. Parallel zu ihren regulären Jobs bauten sie ein Lokal, das nicht nur Gerichte aus Äthiopien anbietet, sondern auch einen Einblick in die dortige Esskultur geben möchte.
Kulinarisch setzt das Yetenbi auf eine Mischung aus klassischen Fleischgerichten, veganen Speisen und glutenfreien Optionen. Viele Gerichte basieren auf Injera, dem typischen äthiopischen Sauerteig-Fladenbrot aus Teffmehl, das mehrere Tage fermentiert und anschließend frisch ausgebacken wird. Serviert werden dazu würzige Eintöpfe, Gemüsegerichte und verschiedene traditionelle Beilagen. Gegessen wird in Äthiopien meist direkt mit den Händen – das Fladenbrot ersetzt dabei zugleich Teller und Besteck.
Auch die äthiopische Kaffeezeremonie gehört zum Konzept. Die Bohnen hierfür werden frisch geröstet, anschließend gemahlen und in der Gebena, einer traditionellen Tonkanne, aufgebrüht. Der Duft von Weihrauch ist dabei ebenso Teil des Rituals wie die ruhige, gemeinschaftliche Atmosphäre rund um den Kaffee. Der Name „Yetenbi“ stammt aus der Sprache der Gurage-Region und steht sinngemäß für Gastfreundschaft. Genau dieses Gefühl möchten Sosina und Benyam auch transportieren und mit dem Yetenbi einen Ort erschaffen, der Menschen an neue Geschmäcker heranführt und gleichzeitig einen kleinen Einblick in die kulinarische Kultur Äthiopiens bietet.
Yetenbi, Theaterstr. 6, 97070 Würzburg, Tel.: (0176) 21438960, ÖZ: tägl. 10–20 Uhr