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Vom 29. Januar bis 1. Februar lädt das 52. Internationale Filmwochenende zu einem Streifzug durch die Welt des unabhängigen Films ein. Was vor Jahrzehnten klein begann, zählt heute zu den ältesten und charakterstärksten Festivals des Landes – getragen von Vereinsmitgliedern, die komplett ehrenamtlich arbeiten und deren Engagement die besondere Atmosphäre des cineastischen Ereignisses prägt.
Mittlerweile hat das Festival eine neue Heimat auf dem Bürgerbräugelände gefunden. Das Central-Kino mit seinen drei Sälen, das Keller-Kino Z87 und das Siebold-Museum bilden ein dichtes Netzwerk für ein Programm, das rund 50 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme umfasst. Die Bandbreite reicht von leisen Alltagsbeobachtungen bis zu erzählerisch wie visuell mutigen Filmexperimenten.
Dabei wirkt das Festival wie ein Fenster zur Welt: Internationale Produktionen, die selten regulär in deutsche Kinos gelangen, erhalten hier ihren Resonanzraum. Dass über die besten Filme das Publikum entscheidet, verleiht dem Wochenende eine besondere Spannung – jede Vorstellung wird zum lebhaften Austausch.
Im Maschinenhaus entfaltet sich das Festivalleben in seiner buntesten Form. Beim Meet & Greet mit gastronomischem Angebot trifft das Publikum auf Filmschaffende aus aller Welt, die nach den Screenings zu Gesprächen einladen, die oft so inspirierend sind wie die Filme selbst. Dass die letzte Ausgabe mehr als 8.000 Besucherinnen und Besucher zählte, ist ein Beweis dafür, wie groß die Sehnsucht nach einem Kino ist, das überrascht, fordert und verbindet.
Ein thematischer Schwerpunkt widmet sich 2026 der Architektur: Der berühmte Kulturjournalist und Buchautor Moritz Holfelder hat eine Sonderreihe gestaltet, die der Frage nachgeht, wie wir wohnen und leben wollen. „Architektur ist Außenraum. Architektur ist Innenraum. Architektur ist bewusst gestalteter Raum“, sagt Holfelder.
„Architektur ist Genialität, aber auch Teamarbeit. Und nicht zuletzt ist die Baubranche weltweit einer der größten Klimakiller.“ All diese Aspekte kommen in sechs Filmen zur Sprache. Daneben stehen traditionell die Stummfilm-Matinee, eine Nachtschiene für Horrorfans und ein jährliches Highlight: das Sonderprogramm mit Filmen aus Japan – von Samurai-Epen bis Anime.
Im Vorverkauf werden ausschließlich vergünstigte Mehrfachkarten angeboten. Die 5er-Karten (35 Euro) und 10er-Karten (65 Euro) sind in den Buchläden Schönigh, Neuer Weg, Knodt, dreizehneinhalb und Hätzfelder Bücherstube sowie im Central Kino bereits erhältlich. Einen Tag vor Festivalbeginn können die Einzeltickets bestellt und/oder reserviert werden.