Romeo und Julia scheint das gemeinsame Glück verwehrt. Beide sind sie Außenseiter in einer verfeindeten Umgebung, in der sie ihre Liebe nicht ausleben können, denn zwischen ihren beiden Veroneser Familien herrscht Krieg, ohne dass sich noch irgendjemand erinnert, worin eigentlich die Ursache besteht. Trotz aller Widerstände geben sich die beiden heimlich das Jawort. Doch der Hass ihrer Familien erweist sich als unüberwindbar.
Schließlich gipfelt das Drama in einem verhängnisvollen Missverständnis: Im Glauben, Julia sei tot, nimmt sich Romeo das Leben. Als Julia erwacht und den leblosen Geliebten erblickt, stößt sie sich verzweifelt den Dolch ins Herz. Shakespeares Drama, 1595/96 uraufgeführt, zählt zu den bekanntesten Theaterstücken der Welt. Und bis heute sind seine beiden Protagonisten ein Synonym für die bedingungslose Liebe, die sich über alle Schranken hinwegsetzt.