© Sandra Schuck
Mit „Wenn nicht wann dann jetzt“ gastiert Rolf Miller mit seinem achten Programm in Veitshöchheim. Spätestens nach „Alles andere ist primär“ und „Obacht“ zählt er zu den markanten Stimmen des deutschen Kabaretts. Wie immer stellt sich Miller mit satirischem Geschick stur, ignorant und halbwissend dar und entlarvt mit feinem Gespür die Absurditäten hinter den großen und kleinen Gewissheiten.
Über die wichtigen Themen stolpert er elegant nichtssagend, während sich seine volle Aufmerksamkeit lediglich auf die sekundären Aspekte beschränkt – was von allen bemerkt wird, außer von ihm selbst. Verpackt in Satire und Leichtigkeit gelingt es Miller dabei wie keinem anderen, seine Figur und darin gespiegelt unsere eigenen Fehler auf der Bühne humorvoll zu präsentieren. Nur die Frage, ob seine oder unsere Wenigkeit bei dieser Vorführung mehr vorgeführt wird, ist noch nicht abschließend geklärt.