© Tobias Schmitt
John Miltons „Paradise Lost“ gehört zu den großen Werken der englischen Literatur. Das im 17. Jahrhundert entstandene Versepos erzählt vom Sündenfall: Satan wird aus dem Himmel verbannt, sammelt seine Kräfte und macht sich auf den Weg, um Gottes Schöpfung zu verderben. Im Mittelpunkt stehen Adam und Eva, die im Paradies vor der entscheidenden Versuchung stehen. Die Geschichte ist weit mehr als eine Nacherzählung der biblischen Schöpfungsgeschichte.
Milton erzählt von Freiheit, Macht und der Frage, wie viel Verantwortung der Mensch für seine Entscheidungen trägt. Besonders spannend ist dabei die Figur des gefallenen Engels, der sich gegen eine höhere Ordnung stellt und zum Verführer wird. „Paradise Lost“ hat dabei bis heute nichts von seiner Faszination verloren. Was bedeutet Freiheit, wenn jede Entscheidung Konsequenzen hat? Und wie viel Schuld steckt in der eigenen Entscheidung?