In Friedrich Schillers Trauerspiel kämpfen zwei mächtige und gegensätzliche Königinnen nicht nur um den englischen Thron, sondern auch um die Liebe von Männern, die Zuneigung des Volkes und die moralische Oberhand. Dabei spiegeln sich in ihrem Konflikt unterschiedliche politische Strategien und persönliche Ambitionen wider. Ihre Auseinandersetzungen zeigen sowohl Intrigen als auch offene Konfrontationen, und das Stück beleuchtet, wie Macht, Ehre und individuelle Gefühle untrennbar miteinander verbunden sind.
Im Zentrum steht dabei die Frage, wie weit jede Königin bereit ist zu gehen, um ihre Ziele zu erreichen. In der Inszenierung des Theater Ensemble werden die beiden Kontrahentinnen – anders als im Stück – einander durchweg ausgeliefert, ohne die Szene je zu verlassen. Diese Konstruktion führt zu einer sich schärfer abzeichnenden emotionsgeladenen und verzweifelten Verflechtung der Figuren.