„Lovely Rita“, ein in DDR-Zeiten verbotenes Stück von Thomas Brasch, findet seinen Weg auf die Bühne. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die in den Trümmern eines Autofriedhofs lebt und nur ein Ziel verfolgt: eine Karriere auf der großen Leinwand. Doch der Weg dorthin ist voller Abgründe. Sie begegnet Liebhabern und Häftlingen, bewegt sich zwischen Hoffnung und Untergang, bis sie schließlich vor der Kamera ihre letzte Grenze überschreitet.
Braschs Sprache ist kompromisslos, sie entfaltet Bilder von Gewalt, Sehnsucht und Selbstverlust. Das Stück grei Themen auf, die auch in unserer heutigen Gegenwart relevant sind: Macht, Körper, Feminismus und Militarismus. Regie führt Matilda Hulsman, gerade einmal 17 Jahre alt, die aus der Poetry-Slam-Szene kommt und mit dieser Inszenierung an der Studiobühne ihr bislang größtes Projekt realisiert. Der Eintritt ist frei.