© Oliver Mack
Heinz ist ein sensibler, orientierungsloser junger Mann, der in der norddeutschen Provinz der 80er- und 90er-Jahre zwischen familiärer Belastung, Einsamkeit und Selbstzweifeln feststeckt. Während andere ihren Weg gehen, bleibt er zurück – bis er als Saxofonist in der skurrilen Tanz- & Showband „Tiffanys“ landet, die von Auftritt zu Auftritt reist. Zwischen Dorffesten, Wurstplatten und musikalischer Fremdscham erlebt er eine ebenso absurde wie ernüchternde Welt, in der Hoffnung und Frust nah beieinanderliegen.
Mit „Fleisch ist mein Gemüse“ kommt die Bühnenfassung des gleichnamigen autobiographischen Romans von Heinz Strunk auf die Theaterbühne – eine ebenso witzige wie schmerzhaft ehrliche Reise durch die Jugend eines Außenseiters. Die Inszenierung erzählt mit trockenem Humor und feinem Gespür für das Tragische vom Wunsch nach Zugehörigkeit und dem Ringen mit sich selbst.