© Theater am Neunerplatz
Heimliche Liebe, britischer Humor und ein folgenschweres Telegramm. Aus dieser Situation entfaltet die deutsche Erstaufführung von „Das Landhaus“, im englischen Original „The Cottage“, von Sandy Rustin, eine spielerische Farce. Die Handlung beginnt eines Morgens im ländlichen England 1923. Sylvia und Beau haben eine Affäre, die sie einmal im Jahr ausleben. Beide sind jedoch verheiratet.
Als Sylvia via Telegramm die Nachricht an beide Ehepartner, Clarke und Marjorie, überbringt, stellt sich heraus, dass diese ebenfalls eine Affäre miteinander haben. Hieraus entwickelt sich aber keine klassische Erzählung über Fremdgehen und den großen Verrat, sondern eine facettenreiche Geschichte. Mit pointierten Wortgefechten und der unverkennbaren Selbstironie des britischen Humors vermag dieses Liebesdrama gekonnt, die Erwartungen des Publikums zu unterlaufen.