© Markus Rakowsky
Als Strafe für einen Fehltritt wird der sechzehnjährige Karl Roßmann von seinen armen Eltern zur Auswanderung nach Amerika gezwungen. Doch was als Neuanfang gedacht ist, entwickelt sich rasch zu einer Abfolge von Begegnungen, in denen Karl immer wieder zwischen Hoffnung und Ausgrenzung gerät. In New York verspricht ihm ein wohlhabender Onkel zunächst Schutz und gesellschaftlichen Aufstieg, nur um ihn später unter fadenscheinigen Begründungen zu verstoßen.
Auf der Suche nach seinem Platz im Leben gerät er in zwielichtige Gesellschaft, heuert als Liftboy im undurchschaubaren Hotel Occidental an, wird als Hausdiener der ehemaligen Sängerin Brunelda ausgebeutet und bekommt schließlich eine Anstellung als Techniker beim „Naturtheater von Oklahoma“. Kafka schildert in seinem heitersten Roman den sozialen Abstieg seines Helden, der im Land der Träume das Glück sucht und ein Niemand wird.