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© Teatro Matita
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© Thomas Obermeier
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Seit fünf Jahrzehnten prägt das Plastische Theater Hobbit die Würzburger Kulturlandschaft. Was 1976 als fahrende Bühne begann, ist heute eine feste Adresse für Figurentheater geworden, die weit über die Region hinaus bekannt ist. Hier treffen Puppen auf Objekte, Projektionen auf Schattenspiel und traditionelle Puppenspieltechniken auf zeitgenössischen Spielformen.
Gegründet wurde das Theater 1976 von Bernd Kreußer, der sein Handwerk in Berlin und an der Holzschnitzschule in Bischofsheim in der Rhön erlernte. Ein Stipendium am Institut International de la Marionnette in Charleville brachte ihn früh mit internationalen Formen des Figurentheaters in Kontakt. Zusammen mit Jutta Schmitt, die ihre künstlerische Handschrift und Leidenschaft für die bildende Kunst einfließen ließ, schuf er eine Bühne, die durch mutige Inszenierungen und einen unverwechselbaren Stil ein überregionales Renommee erlangte.
Die Anfänge waren mobil. Als fahrende Bühne spielte das Hobbit auf Festen, in Schulen und Kindergärten. Bald folgten Einladungen ins Ausland, Gastspiele führten das Ensemble u.a. nach Schweden, Indien und in die Mongolei. Das Ende der Wanderjahre markierte der Einzug in ein erstes festes Haus am Neunerplatz. Nach einer umfassenden Renovierung wurde 1993 schlussendlich das Plastische Theater Hobbit im Petrinigewölbe eingeweiht. Dieser historische Keller bietet mit seinen 70 Plätzen eine intime Atmosphäre, die wie geschaffen ist für die Magie des Figurentheaters: Die unmittelbare Nähe zur Bühne lässt das Publikum tief in die Szenerie eintauchen und macht jedes Stück zu einem intensiven Erlebnis.
Nach dem Tod Kreußers 2013 übernahm Jutta Schmitt die Leitung und führt das Theater in seinem Sinne weiter. Jährlich entstehen bis zu drei neue Inszenierungen, die in Würzburg und auf Tournee gezeigt werden. Das Repertoire reicht von klassischen Stoffen bis zu zeitgenössischen Erzählungen, oft so angelegt, dass sich Altersgrenzen im Publikum auflösen. Auch über den Bühnenrand hinaus bleibt das Haus ein Ort der Begegnung: Das Foyer dient regelmäßig als Galerie, während Gastspiele aus Musik, Tanz und Film das Programm erweitern.
Das 50. Jubiläum feiert das Theater mit einer Ausstellung, die Bühnenbilder, Figuren und Masken aus mehr als fünf Jahrzehnten Theaterarbeit versammelt, sowie Gastkünstlerinnen und -künstlern, die das Programm aktiv mitgestalten.
Programm-Highlights
Fr., 5.6., 15 Uhr im Katholischen Pfarrheim Geroldshausen: Ein Hobbit im Dorf mit anschließendem Jubiläumsempfang im Pfarrgarten der Kirche Thomas Morus und Abendkonzert „A Song for Everyone"(Eintritt frei)
Sa., 6.6., 15 Uhr: Wer kommt denn da?
So., 7.6., 11 Uhr. Ensemble Materialtheater: Georg in der Garage
So., 7.6., 12 Uhr: Ausstellungseröffnung
Fr., 12.6., 20 Uhr: Teatro Matita: U!-BU?
Fr., 12.6., 21 Uhr: Teatro Matita: You!Who?Who!
Sa., 13.6., 11 Uhr: Teatro Matita: Little Night Tales
So., 14.6., 11 Uhr: Das Sonnenkind – Zwischen Wolken und Wellen
Sa., 20.6., 16 Uhr: Filmvorführung „Rezo“
So., 21.6., 11 Uhr: Mobarak und’s Kasperle