Glaube, Macht und digitale Räume: Politische Trends aus den USA und deren Einfluss auf die deutsche Demokratie
bis
Audimax, Uni Sanderring Sanderring 2, 97070 Würzburg
Vortrag der Ringvorlesung "Under Pressure. Über Demokratie, Vertrauen und Öffentlichkeit."
Veranstaltet von GSiK von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg im Sommersemester 2026
Über den Vortrag:
Vortrag von Annika Brockschmidt (Historikerin, Freie Journalistin & Autorin)mit einer Einführung durch Prof. Dr. Andrea Kübler, Dekanin der Fakultät für Humanwissenschaften
Annika Brockschmidt analysiert die zentralen Dynamiken der religiösen Rechten in den USA und deren digitale Mobilisierungsstrategien. Sie zeigt, wie Narrative und Ideologien in deutsche Diskurse einsickern und bestehende gesellschaftliche Konfliktlinien verstärken. Der Vortrag bietet einen Einblick in transnationale Radikalisierungsprozesse und eröffnet die Frage, wie anfällig die deutsche Demokratie für solche importierten Radikalisierungstendenzen ist und welche Formen demokratischer Resilienz notwendig erscheinen.
Annika Brockschmidt studierte Geschichte, Germanistik und War and Conflict Studies in Heidelberg, Durham und Potsdam. Sie ist freie Journalistin und Autorin, hat in der Vergangenheit für das ZDF Hauptstadtstudio gearbeitet, den «HistoPod» für die Bundeszentrale für politische Bildung produziert und ist aktuell Co-Host der Podcasts "Feminist Shelf Control" und "Kreuz und Flagge". 2022 erhielt sie ein "Transatlantic Media Fellowship" der Heinrich Böll Stiftung. Ihre Artikel sind Zeit Online, der Frankfurter Rundschau und dem Tagesspiegel erschienen. Brockschmidt schreibt außerdem als Senior Correspondent für das US-Magazin Religion Dispatches, das zum renommierten ThinkTank Political Research Associates gehört, der sich seit über dreißig Jahren der Erforschung von Rechtsextremismus widmet. Zuletzt erschien von ihr "Die Brandstifter. Wie Extremisten die Republikanische Partei übernahmen" (Rowohlt 2024).
Über die Ringvorlesung:
Demokratische Gesellschaften stehen gegenwärtig unter vielfältigem Druck: Politische Polarisierung, globale Machtverschiebungen und digitale Öffentlichkeiten verändern die Bedingungen, unter denen demokratische Prozesse funktionieren. Zugleich gerät das Vertrauen in Institutionen, Medien und politische Akteure zunehmend ins Wanken.
Die Ringvorlesung nimmt diese Entwicklungen in den Blick und fragt nach der Stabilität und Zukunftsfähigkeit demokratischer Ordnungen. In vier Vorträgen beleuchten ausgewiesene Expert*innen unterschiedliche Perspektiven – von grundlegenden Fragen politischer Praxis über internationale Entwicklungen bis hin zu Dynamiken digitaler Radikalisierung.
Die Reihe lädt dazu ein, zentrale Herausforderungen unserer Zeit wissenschaftlich fundiert zu analysieren und gemeinsam zu diskutieren: Wie verändert sich Öffentlichkeit? Wovon lebt Vertrauen in der Demokratie? Und wie lassen sich demokratische Strukturen unter veränderten Bedingungen sichern und weiterentwickeln?
Alle Vorträge finden um 18:30 Uhr im Audimax, Sanderring 2 statt.
Barrierefreier Zugang über nordseitigen Eingang am Sanderring, Aufzüge ins 1. OG.
Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung per Mail an gsik@uni-wuerzburg.de wird gebeten.
Weitere Vorträge:
29. April
Prof. Dr. Frank Decker (Universität Bonn)
"Die Zukunft der Demokratie als praktische Aufgabe"
Einführung: Prof. Dr. Andreas Dörpinghaus
07. Mai
Sina Laubenstein (ISD Germany, Berlin)
"Digitale Demokratiegefahren: Radikalisierung im Netz am Beispiel der Mannosphäre"
Einführung: Prof. Dr. Andrea Kübler
09. Juni
Prof. Daniel Ziblatt, Ph.D. (Harvard University, WZB Berlin)
"Democracy Under Threat: a Transatlantic Perspective" (Vortrag in englischer Sprache)
Einführung: Prof. Dr. Sonja Grimm
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