Wie bewegt sich Gesellschaft? Vortrag des Mobilitätsforschers Andreas Knie
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Museum im Kulturspeicher Oskar-Laredo-Platz 1, 97080 Würzburg
Andreas Knie ist Professor für Soziologie an der Technischen Universität Berlin und leitete von 2020 bis 2025 die Forschungsgruppe „Digitale Mobilität und gesellschaftliche Differenzierung am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Knie zählt zu den profiliertesten Stimmen in der deutschen Mobilitätsdebatte. Er berät Politik, Verwaltungen und Initiativen und tritt regelmäßig als Experte in öffentlichen Diskussionen auf.
In seiner Forschung betrachtet Knie Mobilität nicht nur als technische Herausforderung, sondern als gesellschaftliches Phänomen: Wie verändert sich unser Leben durch Verkehr? Welche politischen, sozialen und wirtschaftlichen Kräfte haben die massive Verbreitung des Autos geprägt? Und wie können wir Mobilität neu denken angesichts von Klimawandel, Urbanisierung und wachsendem Verkehrsaufkommen?
In seinem 2025 erschienenen Buch „Wo kommen bloß die vielen Autos her und wie werden wir sie wieder los?“ zeigt Knie, dass die Dominanz des Autos kein Naturgesetz ist, sondern das Ergebnis politischer und gesellschaftlicher Entscheidungen. Er beschreibt, warum dieses Modell heute an seine Grenzen stößt, und plädiert für eine Neuorganisation von Mobilität – mit weniger Autoverkehr und mehr Raum für öffentliche Verkehrsmittel, Fuß- und Radverkehr sowie neue Mobilitätsformen.
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